
Akku-Bohrschrauber und Akkuschrauber gehören zu den am häufigsten verwendeten Werkzeugen im Haushalt, in der Werkstatt und auf der Baustelle. Sie eignen sich für die Möbelmontage, zum Bohren in Holz oder Metall, zum Anziehen von Schrauben und für kleinere Reparaturen. Bei der Auswahl stoßen Sie jedoch auf zahlreiche Parameter wie Akkuspannung, Drehmoment, Akkukapazität oder Schlagfunktion. Daher ist nicht immer sofort klar, welche davon für Ihre Arbeit wirklich wichtig sind.
In diesem Artikel erklären wir den Unterschied zwischen Akku-Bohrschrauber und Akkuschrauber, gehen die wichtigsten Parameter durch und beraten Sie, wie Sie ein Werkzeug auswählen, das zu Ihrer Nutzung passt.
Die Begriffe Akku-Bohrschrauber und Akkuschrauber werden oft nahezu gleichbedeutend verwendet, ihre Möglichkeiten können sich jedoch unterscheiden. Ein einfacher Akkuschrauber ist hauptsächlich zum Anziehen und Lösen von Schrauben bestimmt. Er ist meist kleiner und leichter und eignet sich gut für die Möbelmontage, den Aufbau von Regalen oder kleinere Reparaturen im Haushalt.
Ein Akku-Bohrschrauber ist vielseitiger. Neben dem Schrauben kann er auch in Holz, Metall oder Kunststoff bohren und je nach Modell sogar in Mauerwerk. Er verfügt in der Regel über eine höhere Leistung, einstellbare Drehzahlen und ein Bohrfutter, in dem verschiedene Bohrer und Bits eingespannt werden können.
Die Akkuspannung wird in Volt angegeben und gibt einen Hinweis darauf, für wie anspruchsvolle Arbeiten das Werkzeug bestimmt ist. Für die Möbelmontage, kleinere Reparaturen und gewöhnliche Schraubarbeiten reicht normalerweise ein leichteres Modell mit 10,8 oder 12 V aus.
Für regelmäßiges Bohren, Arbeiten rund ums Haus oder das Anziehen größerer Schrauben ist ein 18-V-Werkzeug besser geeignet. Eine höhere Spannung bedeutet in der Regel mehr Leistung, aber auch ein höheres Gewicht und eine robustere Bauweise.
Das Drehmoment gibt an, mit welcher Kraft der Akku-Bohrschrauber oder Akkuschrauber eine Schraube beziehungsweise einen Bohrer drehen kann. Es wird in Newtonmetern angegeben und gehört besonders beim Schrauben in härtere Materialien oder bei der Arbeit mit langen und starken Schrauben zu den wichtigsten Parametern.
Für die Möbelmontage und gewöhnliche Arbeiten im Haushalt ist kein außergewöhnlich hohes Drehmoment erforderlich. Wichtiger ist die Möglichkeit, das Drehmoment zu regulieren. So lässt sich die Kraft an die jeweilige Aufgabe anpassen und das Risiko eines beschädigten Schraubenkopfes oder Materials verringern.
Die Akkukapazität wird in Amperestunden angegeben und beeinflusst vor allem, wie lange Sie mit dem Werkzeug arbeiten können, ohne es erneut aufzuladen. Akkus mit höherer Kapazität halten in der Regel länger, sind jedoch auch schwerer.
Für kurze Arbeiten im Haushalt, die Möbelmontage oder gelegentliches Bohren reicht oft ein kleinerer und leichterer Akku aus. Bei längeren Arbeiten in der Werkstatt oder auf der Baustelle sind eine höhere Kapazität oder ein zweiter Akku praktischer.
Die Anzahl der Geschwindigkeitsstufen beeinflusst, wie gut sich das Werkzeug an verschiedene Arbeiten anpassen lässt. Einfachere Akkuschrauber haben möglicherweise nur eine Geschwindigkeit, die für gewöhnliches Anziehen und Lösen von Schrauben ausreicht.
Vielseitigere Akku-Bohrschrauber verfügen meist über zwei Geschwindigkeiten. Die niedrigere Geschwindigkeit bietet mehr Kraft und eignet sich vor allem zum Schrauben. Die höhere Geschwindigkeit ist dagegen besser zum Bohren geeignet, wenn sich der Bohrer schneller drehen muss.
Die Schlagfunktion erweitert die Einsatzmöglichkeiten eines Akku-Bohrschraubers um das Bohren in Mauerwerk. Ein Akku-Bohrschrauber mit Schlagfunktion eignet sich beispielsweise zum Bohren von Löchern in Ziegel oder leichteres Mauerwerk.
Wenn Sie das Werkzeug hauptsächlich zum Schrauben und Bohren in Holz, Kunststoff oder Metall verwenden, werden Sie die Schlagfunktion wahrscheinlich nicht benötigen. Ein Modell ohne Schlagfunktion ist meist leichter, einfacher und für gewöhnliche Arbeiten im Haushalt völlig ausreichend.
Das Bohrfutter ist der Teil des Bohrers, in dem der Bohrer oder ein anderes Arbeitswerkzeug eingespannt wird. Bei Akku-Bohrschraubern finden Sie am häufigsten ein Schnellspannbohrfutter, das den Bohrerwechsel ohne Schlüssel ermöglicht.
Wichtig ist auch der Spannbereich des Bohrfutters. Für gewöhnliche Arbeiten im Haushalt reicht meist ein kleinerer Bereich aus, während sich zum Bohren größerer Löcher ein Bohrfutter mit einem maximalen Durchmesser von 13 mm eignet.
Für den gelegentlichen Möbelaufbau, das Nachziehen von Schrauben oder kleinere Reparaturen im Haushalt reicht normalerweise ein kleiner und leichter Akkuschrauber aus. Für gewöhnliche Arbeiten in der Werkstatt und rund ums Haus ist ein vielseitiger Akku-Bohrschrauber mit zwei Geschwindigkeiten und ausreichendem Drehmoment besser geeignet.
Wenn Sie auch in Mauerwerk bohren möchten, wählen Sie ein Modell mit Schlagfunktion. Für anspruchsvollere Montagen, Arbeiten mit langen Schrauben oder den Bau von Holzkonstruktionen lohnt sich ein leistungsstärkeres Werkzeug mit höherem Drehmoment und einem Akku mit größerer Kapazität.
Wenn Sie noch kein Akkuwerkzeug besitzen, ist ein komplettes Set mit Akku und Ladegerät eine praktische Wahl. Besitzen Sie bereits Werkzeuge derselben Marke und desselben Akkusystems, kann es günstiger sein, nur das Gerät ohne Akku zu kaufen. Prüfen Sie vor dem Kauf immer die Kompatibilität.
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